Es gibt eine in jedem Organismus liegende Kraft, die diesen Organismus von innen her zur Selbstentwicklung und Selbstvollendung bringt.
Aristoteles, Über die Seele, ( 1968 ) in der Übersetzung von Willy Theiler, Rowohlt Klassiker, Buch II, 1, 412 a.
Entwicklungsprozess
Eine der Grundannahmen von "Mit Pferden Sein" besteht in der Überzeugung, dass jeder Mensch sich über das gesamte Leben in einem persönlichen Entwicklungsprozess befindet. Dieser Prozess ist nie abgeschlossen. Es gibt immer Neues zu lernen und zu erfahren. Alles, was ein Mensch erlebt oder erfährt, ist daher immer auch Teil dieses Prozesses.
Vertrauen und Mitgefühl
Der Entwicklungsprozess jedes Menschen wie auch eines Systems, z.B. eines Unternehmens, eines Vereins oder einer Familie scheint dabei Gesetzmäßigkeiten zu unterliegen, die für die Beteiligten oftmals nicht oder manchmal erst nach vielen Jahren zu verstehen sind. Hier bewusst mitzugehen, erfordert besonders in schwierigen Zeiten ein gutes Maß an Vertrauen ins Leben und viel Mitgefühl für sich und für die in der eigenen Welt vorkommenden anderen Menschen und Wesen.
Es erfordert auch Achtsamkeit, Mut, Gelassenheit und vieles mehr. Und natürlich die Bereitschaft, sich auf diesen Prozess einzulassen.
Ureigene Kraft
So wie es Aristoteles formuliert hat, ist Motor des Prozesses der Selbstentfaltung eine dem Menschen innewohnende ureigene Kraft. Eine der wesentlichen Aufgaben des Menschen ist es, diese Kraft wahrzunehmen oder "für wahr anzunehmen", und die von ihr ausgehenden Impulse ins Bewusstsein und in das alltägliche Leben zu integrieren.
Auch wenn nicht immer gleich erkennbar ist, wohin es geht - es lohnt sich immer, sich in der aktuellen Situation auf die innere Kraft zu besinnen und nach der Bedeutung eines Geschehens für die eigene persönliche Entwicklung zu suchen.
|